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PC
Wasserkühlung
Wer sich mit dem Internet beschäftigt, hat meistens auch eine engere Beziehung zu seinem PC und dessen Technik. Wer zudem auch ab und an mal ein kleines Rennen mit GTLegends oder Colin McRae fährt oder auch mal Call of Duty 2 zockt, der hat zudem zwangsläufig gewisse Ansprüche an dessen Leistungsfähigkeit. Der bis dato völlig ausreichende ASUS Pundit mit 2,8er Celeron war trotz seiner recht ordentlichen Onboardgrafik bei den Spielen schnell an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Wie der Zufall so spielt, rüstete ein Arbeitskollege seinen PC auf. Dadurch konnte ich die frei werdende Hardware in Form eines ASUS P4PE Motherboard mit 2,8 GHz Pentium 4 Prozessor und einer schnellen Gainward Ultra/2600 Grafikkarte günstig erwerben. Drumrum noch ein einfaches Gehäuse, einen LG Super-Multi-DVD Brenner, zwei 80er Festplatten und ein leistungsfähiges Netzteil, fertig war der "neue". Recht bald jedoch störte der enorme Geräuschpegel, den die Lüfter (CPU, Grafikkarte, 120er Gehäuseentlüftung etc.) erzeugten. Weniger beim Spielen zwar (Headset), doch aber beim Arbeiten war der "Maschinenraum" überdeutlich und auf Dauer störend zu hören.


Ursprünglich fand ich Wasserkühlung für PC's affig. Aber der Gedanke, auf diese Weise einen recht leisen aber trotzdem leistungsfähigen PC zu erhalten, lies mich meine Meinung ändern. Die erforderlichen Teile - ein aktives Wasserkühlset R4S, ein Cool-Matic NV 40 Spezialkühler für die Grafikkarte und ein microprozessorgesteuerter Mini-Fancontroller Fan-O-Matic MICRO - sämtlich von der Firma innovatek, wurden bei quick-freeze.de, einem gut sortierten Internetshop für PC-Wasserkühlung erstanden. Für die kompetente (E-Mail-) Beratung und prompte Lieferung nochmals herzlichen Dank an Herrn Jürgen Hubl, Geschäftsführer von quick-freeze.de!


Der Rechner im Detail:

- Casetek Miditower
- Motherboard ASUS P4PE
- Pentium 4 Prozessor 2,8 GHz
- AGP Grafikkarte Gainward Ultra/2600 nVIDIA GeForce 6800 Ultra
- 2 x 80 GB HDD Samsung 7200 rpm 8 MB Cache in REVOLTEC HARD DRIVE SILENCERn
- LG DVD 4167 Multibrenner
- XILENCE ATX 500 W Netzteil mit aktiver Lüftersteuerung
- innovatek Wasserkühlung aktiv für CPU und Grafikkarte, Radiator innerhalb Gehäuse
- innovatek microprozessorgesteuerter Mini-Fancontroller Fan-O-Matic MICRO

- 19" TFT Bildschirm DVI-D-Anschluss, 1280 x 1024, 8 ms, 300 cd/m², 700:1

- Microsoft Windows XP Professional


Der Einbau der Wasserkühlungs-Komponenten war innerhalb eines Nachmittags erledigt. Hier folgt eine kleine Fotostrecke über den Einbau und das Ergebnis:


Grafikkarte Gainward ULTRA/2600 nvidia GeForce 6800 Ultra mit innovatek Cool-Matic NV 40 Spezialkühler

Grafikkarte im luftgekühlten Urzustand und innovatek Cool-Matic NV 40 Spezialkühler. Die Montage erfolgte problemlos aufgrund der beiliegenden, sehr guten Einbauanleitung und der absoluten Passgenauigkeit des gefrästen Kühlers.



Anfertigen des Lüftungsausschnittes am Gehäuse

Eine rechte Plagerei war das Einarbeiten des Lüftungsausschnittes in das Gehäuse. Hierfür gibt es elegantere Lösungen, für die mir aber das entsprechende Spezialwerkzeug fehlte. Nach dem bohren des Lochkreises (3 mm Bohrer) und ausbrechen der Blechscheibe wurde der Rand des Ausschnittes entgratet und glatt gefeilt. Die blanken Stellen sowie die 4 Befestigungsbohrungen für den Radiator wurden anschliessend mit schwarzem Lack behandelt.



Abluftöffnung, Radiator und Lüfter vor dem Zusammenbau

Die Abluftöffnung, der Radiator (links auf dem Gehäuse) und der 120 mm Lüfter vor dem Einbau. Die Pumpstation mit angeflanschtem Vorratsbehälter ist bereits mit den mitgelieferten Gummihülsen zur Schwingungsentkoppelung auf den Gehäuseboden geschraubt. Die Schlauchverbindungen von der Pumpe zum CPU-Kühler und von diesem zum Grafikkartenkühler ist ebenfalls montiert.



PC-Wasserkühlung fertig eingebaut

Hier nun der fertige Aufbau. Die Schlauchverbindungen vom Grafikkartenkühler zum Radiator und von diesem zurück zum Ausgleichsbehälter der Pumpstation sind nun auch angebracht.



PC-Wasserkühlung fertig eingebaut, im Detail

Das ganze noch einmal aus der Nähe. Zu erkennen ist auch der Wassertemperaturfühler am CPU-Kühlereinlauf. Mit seinem 1/4" Gewinde und dem 8 x 1 Schlauchanschluss ersetzt er eine der serienmässigen Schlauchverschraubungen.



mikroprozessorgesteuerte Lüfterregelung

Diese Detailaufnahme zeigt die kleine Platine des mikroprozessorgesteuerten Fancontrollers. Dieser regelt - abhängig von der im Kühlkreislauf gemessenen Wassertemperatur - die Lüfterdrehzahl des 120 mm Radiatorlüfters (auch im Bild, unten am Radiator hängend die Abluft nach oben aus dem Gehäuse blasend). Der Fancontroller ist so eingestellt, dass sich eine maximale CPU- und GPU Temperatur von 40 °C einstellt. Bei geringer Belastung des Rechners schaltet der Lüfter komplett ab, die Kühlung erfolgt dann ausschliesslich durch die Luftkonvektion.



Erster Betrieb des PC unter Wasser

Der erste Betrieb "unter Wasser". Hier hat sich schnell gezeigt, dass der Kühlkörper der Northbridge ohne Luftstrom des fehlenden CPU-Lüfters zu heiss wird. Hier habe ich noch einen kleinen Minilüfter montiert, der - auf 7 V betrieben - kaum hörbar für ausreichende Kühlung sorgt.

Mit dem (angestrebten) Ergebnis, einen geräuscharmen und dennoch leistungsfähigen PC zu erhalten, bin ich sehr zufrieden. Zudem hat der Einbau der Komponenten recht viel Spass gemacht. Die im Lieferumfang mit enthaltenen Gimmicks für das Beleuchten des Grafikkarten- und CPU-Kühlers habe ich nicht verbaut.


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